WICHTIGE INFORMATION ZUR GEPLANTEN PFLEGEREFORM:
Auszüge zum Referentenentwurf der PNOG:
Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrte pflegende Angehörige,
der aktuelle Referentenentwurf der Bundesregierung zur anstehenden Pflegereform (Pflegeneuordnungsgesetz) sieht vor, dieses System zum 1. Januar 2027 grundlegend zu verändern und neu aufzuteilen. Da wir Sie als nach Landesrecht zugelassener Dienst im Alltag unterstützen, möchten wir Sie frühzeitig über die unsere Arbeit betreffenden geplanten Änderungen informieren.
Was soll sich ab dem 1. Januar 2027 ändern?
- Pflegegrad 1: Der Entlastungsbetrag von 131 € für Pflegegrad 1 soll ab 2027 ersatzlos gestrichen werden.
- Pflegegrade 2 - 5: Der heutige Entlastungsbetrag wird durch das neue „Sozialraumbudget“ ersetzt . Für uns als Alltagsdienst steigt das feste monatliche Budget für den Kunden von 131 € auf 175 € (unter 25-Jährige sogar auf 300,00 €). Kunden können ab 2027 also mehr Stunden bei uns buchen. Das Sozialraumbudget verfällt allerdings grundsätzlich zum Monatsende, und kann nicht – wie bisher – jahresübergreifend angespart werden.
- Abschaffung des gemeinsamen Jahresbetrags für Verhinderungs- und Kurzzeitpflege: Der bisherige Gesamttopf von 3.539 Euro wird wieder aufgelöst. Stattdessen werden die Gelder in neue, getrennte Budgets überführt. Diese sollen für die Übergangszeit 01.01.2027 - 31.12.2027 bedingt durch nach Landesrecht zugelassene Dienste genutzt werden dürfen. Ab 01.01.2028 soll die Nutzung für Alltagshilfen nicht mehr möglich sein. Eine stundenweise Nutzung ist nicht oder nur sehr eingeschränkt vorgesehen.
- Wenn Angehörige eine Pause brauchen, rechnen wir zusätzliche Einsätze ab 2027 einfach und direkt über das neue Entlastungsbudget (den Nachfolger des Pflegegelds) ab. Für den Kunden läuft das als „selbst organisierte Ersatzpflege“.
Aktuell ist der Entwurf im parlamentarischen Ablauf. Wir gehen davon aus, daß der Entwurf noch größeren Änderungen unterzogen wird; möchten Sie jedoch bereits heute darauf vorbereiten, daß es zu größeren Änderungen in der Zusammenarbeit kommen wird. Wir werden Ihnen hier an dieser Stelle jeweils aktuelle Informationen bereitsstellen.
1,8 Millionen Menschen mit Demenz leben in Deutschland und es werden mehr. Menschen mit Demenz brauchen Menschen, die nicht wegschauen; Menschen, die verständnisvoll sind. Als DemenzPartner möchten wir Ihnen hier eine Anlaufstelle für Ihre Fragen sowie auch für die wichtigsten Informationen rund um das Thema Demenz bieten.
Dafür überarbeiten wir aktuell unsere Homepage und bieten Ihnen ab sofort eine stetig wachsende Informationsplattform, die Ihnen dabei helfen soll, sich mit dem Thema Demenz auseinanderzusetzen und das Krankheitsbild besser zu verstehen.
Claudia Baier, DemenzPartner, Betreuungskraft §§43b, 53b SGB XI, Palliativbegleiterin SGD